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LIV Golf Andalucía: Martin Kaymer startet solide, Hatton und Vincent führen

Martin Kaymer startet bei LIV Golf Andalucía mit einer soliden Auftaktrunde in das Turnier. (Photo by Emilee Chinn/Getty Images)

Martin Kaymer eröffnet LIV Golf Andalucía mit einer kontrollierten Runde. Tyrrell Hatton und Scott Vincent setzen sich an die Spitze.

Martin Kaymer hat bei LIV Golf Andalucía einen ordentlichen Start hingelegt. Der Deutsche unterschrieb zum Auftakt eine 72er-Runde und liegt damit bei eins über Par auf dem geteilten 19. Platz . Auf dem engen und strategisch anspruchsvollen Kurs war es eine Runde ohne große Ausreißer, aber auch ohne den ganz großen Lauf nach vorne. Kaymer begann zunächst mit einem Par, musste aber bereits an der zweiten Bahn den ersten Schlagverlust hinnehmen. Danach stabilisierte sich seine Runde deutlich. Von Loch 3 bis Loch 10 notierte der Cleeks-GC-Kapitän acht Pars in Folge und hielt sich damit lange im Bereich von Even Par. Besonders wichtig war anschließend das Birdie am Par 5 der elften Bahn, mit dem Kaymer seinen frühen Bogey wieder ausglich.

In der Schlussphase wurde seine Runde unruhiger. Ein Bogey an der 14 warf ihn erneut über Par, ein weiterer Schlagverlust an der 16 brachte ihn zwischenzeitlich auf zwei über Par. Kaymer reagierte jedoch direkt: Am Par 5 der 17 gelang ihm sein zweites Birdie des Tages, wodurch er seine Runde noch einmal rettete. Mit einem abschließenden Par auf der 18 rettete er eine 72 ins Clubhaus. Insgesamt war es eine solide, aber noch ausbaufähige Auftaktrunde: Kaymer vermied große Fehler, blieb lange geduldig und zeigte auf den Par-5-Löchern seine besten Momente. Für den Sprung nach vorne braucht es in Runde zwei aber mehr Birdies.

LIV Golf: Hatton und Vincent setzen sich an die Spitze

An der Spitze des Leaderboards liegen nach der ersten Runde Tyrrell Hatton und Scott Vincent. Beide kamen mit vier unter Par aus der Auftaktrunde und verschafften sich damit eine gute Ausgangsposition für das Wochenende. Hatton erwischte einen bewegten, aber starken Start. Der Engländer spielte fünf Birdies bei nur einem Bogey und setzte besonders auf den Par 4 und Par 5 Bahnen wichtige Akzente. Nach Birdies an der 1, 7, 9 und 11 leistete er sich zwar einen Schlagverlust an der 3, beendete seine Runde aber mit einem weiteren Birdie an der 18. Gerade dieser starke Abschluss brachte ihn an die Spitze.

Scott Vincent kam noch kontrollierter durch den Tag. Der Spieler aus Simbabwe blieb bogeyfrei und sammelte vier Birdies ein. Besonders auf den Par 3 Löchern machte Vincent Boden gut: An der 6, 12 und 15 notierte er jeweils eine Zwei, dazu kam ein Birdie am Par 5 der elften Bahn. Diese fehlerfreie Karte war am Ende genauso viel wert wie Hattons deutlich wechselhaftere Runde.

Dahinter folgt Thomas Detry allein auf Rang drei bei drei unter Par. Der Belgier blieb damit in direkter Schlagdistanz zur Spitze. Cameron Smith arbeitete sich ebenfalls in eine gute Position. Der Australier spielte eine 69 bei zwei unter Par und gehört damit zu den ersten Verfolgern. Seine Karte zeigte vier Birdies, aber auch zwei Bogeys, wodurch ein noch besserer Auftakt verpasst wurde.

DeChambeau rettet Runde mit spätem Highlight

Bryson DeChambeau startete mit einer 70 und liegt bei eins unter Par auf dem geteilten neunten Platz. Seine Runde war deutlich wechselhafter als die der Führenden. Der US-Amerikaner eröffnete mit einem Birdie an der 1 und legte an der 9 sowie am Par 5 der 11 weitere Schlaggewinne nach. Gleichzeitig kosteten ihn Bogeys an der 7, 12 und 14 immer wieder Momentum.

Das Highlight seiner Runde lieferte DeChambeau aber auf der 15. Nach dem Bogey an der 14 war er wieder auf Even Par zurückgefallen, ehe ihm ein langer Birdie-Putt aus rund 18 Metern gelang. LIV Golf teilte die Szene mit den Worten „from downtown“ – passend zu einem Putt, der DeChambeau zurück in den roten Bereich brachte. Mit Pars auf den letzten Löchern blieb er bei eins unter Par und geht mit Rückstand, aber keineswegs abgeschlagen in die zweite Runde.

Jon Rahm bleibt zum Auftakt hinter den Erwartungen

Für Jon Rahm verlief der Start in Andalusien dagegen enttäuschend. Der Spanier, der vor heimischem Publikum zu den großen Namen des Turniers zählt, kam nicht über eine 73 hinaus und liegt bei zwei über Par auf dem geteilten 28. Platz. Zwar gelangen ihm Birdies an der 6 und 11, doch vier Bogeys verhinderten einen besseren Auftakt. Besonders auf den ersten neun Löchern fand Rahm keinen konstanten Rhythmus. Schlagverluste an der 2, 3 und 5 brachten ihn früh in Rückstand. Zwar stabilisierte er sich danach, doch ein weiteres Bogey an der 15 ließ ihn erneut zurückfallen. Für Rahm bedeutet das: Der Rückstand auf die Spitze ist nach einer Runde bereits spürbar, aber bei LIV Golf Andalucía bleibt mit zwei Runden noch genug Zeit für eine Reaktion.

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